*
Mär 20 2019

Hb-Wert 10,8. Klingt gut. Klingt echt gut. Und fühlt sich auch gut an. 10,1 - 10,4 - 10,8, so die Entwicklung in den letzten Wochen. Ferrlecit und Epo machen gute Arbeit. Atemnot läßt immer mehr nach, Kondition steigt langsam. Die morgendlichen (Manchmal-)Spaziergänge auf den Berg zur Grillhütte fallen mir zusehends leichter. Ich spüre eine Verbesserung. Wird auch Zeit. 

Die Waage zeigt heute 89,1kg. Hab in den letzten zwei Tagen besser auf die Trinkmenge geachtet. Nur ca. 1,nochwas, unter 2. Hängt es damit zusammen? Ich bleib am Ball.

Die Tasse Kaffee ist leer. Ob ich mir ne zweite bestelle? Ich denke, ich muss aufpassen, dass ich mich nicht daran gewöhne. Sonst geht es mir wie in dem Weihnachtsgedicht: „Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier - dann steht der Infarkt vor der Tür.“ Aber so lange er vor der Tür steht und nicht rein kommt, geht’s ja noch... Die Brötchen sind auch alle. Keins aufgehoben für nachher. Muss warten bis Mittag zuhause. Da brauch ich heute nur aufwärmen. Ihr wisst ja: heim, setzen, essen, gut.

So, nun ist der Kopf leer. Dafür erzählt mir mein Nachbar, Herr Klausnitz*, ununterbrochen aus seiner früheren und späteren Vergangenheit. Geschätzte 0,2% davon interessieren mich. Aber mit Nachbarn soll man es sich nicht verderben. Freundlich nicken, ab und zu mal „Ja“,“Aha!“ und „Ach so?“ antworten, hab ich von nem Psychologen gelernt, das hilft. Allerdings fühlt sich das Gegenüber dann ermutigt (oder genötigt?), immer weiter zu erzählen. Ein Kreislauf. Irgendwann wird er müde, legt sich hin und schläft. Oder ich tu so, als würde ich schlafen wollen. Oder ich setz meine Kopfhörer auf. Das hilft auch.

 

Kommentar 0
blockHeaderEditIcon
blockHeaderEditIcon
blockHeaderEditIcon
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail