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Jan 02 2019

Mittwoch, 02.01.2019

 

Ich hab´s gewußt! Das neue Jahr ging ganz von alleine los. Ohne Starthilfe, Anschieben oder sonst was. Und kaum hat es begonnen, ist heute schon wieder ein ganz normaler Tag. Und das ist gut so.

 

Trotzdem nehme ich den Jahresneustart zum Anlass, um mich bei meinen Lesern zu bedanken für die durchweg positiven Feedbacks (ältere Leute nennen das noch „Rückmeldung“ oder so), die ich bisher erhalten habe. Es freut mich, dass ich mit meinem laienhaften Verständnis anderen Menschen davon erzählen kann, wie Dialyse funktioniert, was dabei passiert und besonders, wie man sich dabei fühlt. Wobei „man“ sehr individuell zu verstehen ist. Das sind meine Empfindungen und Gefühle. Auch wenn ich verschiedene Webseiten oder Produkte empfehle, tue ich das nicht, um dafür Provisionen zu erhalten, sondern weil ich von solche Seiten selbst lernen konnte, bzw. die Produkte von mir selbst über längere Zeit verwendet und für gut und nützlich empfunden wurden. Ich möchte nichts verkaufen und auch nicht überzeugen. Ich berichte einfach von meinen Erfahrungen.

 

Ich möchte anderen Mut machen. So wie ich von anderen Mut bekommen habe. Dialyse war für mich immer ein „Das möge dir nie passieren, das ist ja grauenvoll!“. Heute, nach über 10 Wochen, denke ich schon anders. Und wenn Betroffene oder Angehörige diese Wende auch schaffen vom „grauenvoll“ zum „so schlimm ist es doch nicht“, dann erfüllt dieses Tagebuch seinen Zweck.

 

Bedanken möchte ich auch bei meinen Kindern, an die ursprünglich dieses „Tagebuch“ gerichtet war, weil ich nicht sechs mal am Telefon erklären wollte, wie es mir geht, wie ich mich fühle usw. So hab ich das in unser Familien-Forum geschrieben und bekam gleich zu hören: “Dad, das musst du unbedingt veröffentlichen!“ Gut, dass ich auf sie gehört habe. Früher mussten die Kids auf Papi hören; jetzt kommt immer mehr die Zeit, wo Papi auf die Kinder hört.

 

Feedback. Ich wünsche mir, wenn das hier auch Ärzte lesen - und einige haben mir versichert, DASS sie es lesen wollen - ich von Ihnen ebenfalls ne Rückmeldung bekomme. Besonders, wenn ich medizinische Dinge falsch oder verdreht erkläre. Ich war von Beruf Kfz-Mechaniker. Die Funktionsweise einer BOSCH Diesel-Reihen-Einspritzpumpe eines 460-PS-LKW-Motors kann ich bis ins Detail erklären. Lass das mal einen Arzt probieren. Nun brauch ich umgekehrt Unterstützung bei den Dingen, die man nicht so einfach aufschrauben kann, weil sonst Blut raus kommt statt Diesel..

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