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Mir geht´ s gut

(174 x gelesen) im
Dez 19 2018

Mittwoch, 19.12.

 

Das Leben ist schön. Doch! Beweise mir einer das Gegenteil!  Nicht nur, weil grad das Frühstück im Anmarsch ist (heute mit Schinkenwurst zur Auswahl). Auch nicht, weil es draußen regnet und es hier drin schön trocken und warm ist (was als selbstverständlich betrachtet werden kann). Eher schon, weil die erste Nadel rein ging wie das Messer in weiche Butter. Flutsch, war sie drin. Die zweite? Na ja... Auch, weil die Schwestern immer so nett und freundlich sind. Ich hab mir sagen lassen, das sei nicht überall so...

Mir geht es gut. Zuhause haben wir gestern die gesamte Wohnung „verwanzt“, also mit zusätzlichem WLAN aus der Steckdose dafür gesorgt, dass auch im entferntesten Winkel der drei Etagen das Internet funktioniert, so, wie man es sich wünscht. Gut, im Keller hab ich noch nicht probiert, aber erfahrungsgemäß braucht man dort auch sehr selten Internet. Höchstens, um Eingemachtes zu holen, aber das geht auch offline...

Ich fühle mich wohl, hatte eine gute Nacht, bin mit meinem iPad zufrieden, Daisy schnurrt neben mir und wäscht mich rein, damit es mir noch besser geht. Und ich hab vier Stunden Zeit zum Schreiben, Tagebuch online stellen, Ruhen, Amazon Prime gucken und so. Doch jetzt erst mal zum Frühstücken. Sorry.

 

So, Frühstück war lecker. Und die beiden Folgen von „Es war einmal... der Mensch“ waren ebenfalls interessant. Klar, animierte Filme (heißt doch so, wenn statt echten Schauspielern nur gezeichnete Figuren über gemalte Landschaften sausen, oder?) Doch die Folgen der dritten Staffel handeln in super gut erklärten Darstellungen über den menschlichen Körper. Auge, Ohr, Verdauung, Blutkreislauf und was halt noch so alles wichtig ist in unsereinem. Das verstanden vor Jahren meine Kinder ganz gut und waren begeistert. Und was für Kinder gut ist, davon können auch Erwachsene lernen...

Danach ein Schläfchen. Daisy zeigte mir beim Augen zu machen noch 2:16 und bei Aufwachen 1:06. Geht doch.

 

Gleich geht das Gewimmel wieder los. Im Nachbarraum werden die Patienten schon abgenabelt. 

Danach sind wir dran. Geschätzte 20 Schwestern und Pfleger laufen dann hier hin und her. Ich glaub, tatsächlich sind es nur fünf oder sechs. Schreibkram, um die Daten von Daisy festzuhalten in der Patientenmappe, Schläuche spülen, damit man sein Blut auch zurück bekommt, dann abklemmen, Blutdruckmanschette abmachen, Nadeln ziehen, Tupfer drauf, die von den Patienten entweder selbst festgehalten oder mit Bändchen arretiert werden, Daisy vom Schlauchgewirr und der Austausch-Patrone befreien und ihr danach das Spülen befehlen,  Schläuche und Nadeln entsorgen, neue Sets für die nächsten „Opfer“ bereitlegen, Tupfer mit Pflaster abkleben, den Platz mit sterilen Tüchern säubern, das Bett abwischen und neu beziehen und Daisy mit dem neuen Set bestücken.

Sicher hab ich irgendwo was vergessen. Aber ihr seht, die haben ne ganze Menge zu tun.

Fast so viel wie ich in den Stunden davor: Schreiben, Tagebuch online stellen, Ruhen, Amazon Prime gucken und so.

Und am Freitag geht´s wieder von vorn los...

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